
Augenerkrankungen, die sich durch Veränderungen der Gefäße oder der Netzhaut bemerkbar machen, können mit der Optomap-Laserkamera frühzeitiger entdeckt und behandelt werden als mit konventionellen Verfahren. Die Netzhautuntersuchung verläuft mit diesem Gerät für den Patienten weitaus angenehmer als die herkömmliche Methode, bei der eine Pupillenerweiterung erforderlich ist und die Sehfähigkeit und Fahrtauglichkeit für ein paar Stunden einschränkt ist. Der Optomap-Laser ermöglicht die Gefäßdarstellung des Augenhintergrunds in Sekundenbruchteilen mit einer einzigen Aufnahme.
So kann der Augenarzt zum Beispiel frühzeitig Anzeichen für die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) erkennen, die oft die Ursache für Sehbehinderungen und nachlassende Lesefähigkeit im Alter ist. Die AMD kommt meistens schleichend und betrifft fast ausschließlich ältere Menschen. Erkrankt ist die Makula, die Stelle des schärfsten Sehens, die sich in der Mitte der Netzhaut befindet. Es gibt eine „trockene“ Form der AMD, für die es bisher kaum Therapien gibt und eine „feuchte“ Form, für die es bei rechtzeitiger Entdeckung in bestimmten Fällen durchaus Erfolg versprechende Behandlungen gibt.
Auch die diabetische Netzhauterkrankung (Retinopathie) lässt sich auf diese Weise sicher diagnostizieren. Dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte können bei Diabetikern zu Veränderungen der winzigen Blutgefäße der Netzhaut (Retina) führen. Die Retinopathie kann eine Verschlechterung der Sehfähigkeit zur Folge haben und ist die häufigste Ursache für Erblindungen im Erwachsenenalter. Eine vorbeugende Untersuchung kann dazu beitragen, das Augenlicht zu erhalten.

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