Die Retinopathia pigmentosa (Retinitis pigmentosa) ist eine erblich bedingte Erkrankung der Netzhaut. Ursache ist eine Degeneration der Lichtsinneszellen (Zapfen, Stäbchen). Man unterscheidet zwei Formen:
primäre Retinopathia pigmentosa
Sie wird als Einzelerkrankung vererbt. Der Erbgang ist in 50 Prozent der Fälle autosomal-rezessiv, es kommen aber auch autosomal-dominante und x-chromosomal-rezessive Erbgänge vor.
sekundäre Retinopathia pigmentosa
Diese Form tritt im Symptomenkomplex bei generalisierten Stoffwechselerkrankungen auf. Dazu gehören unter anderem:
Bei der Retinopathia pigmentosa sind beide Augen betroffen. Sie beginnt meist bereits im Jugendalter mit einer Nachtblindheit (Nyktalopie). Im Krankheitsverlauf, der über mehrere Jahre laufen kann, kommt es zu konzentrischen Gesichtsfeldeinschränkungen (Tunnelblick), Verlust der Sehschärfe, gestörtem Farb- bzw. Kontrastsehen, im schlimmsten Fall zur Erblindung.
Im Fundusbild findet man die klassische Befundtrias der Erkrankung:
Weitere spätere Befunde können eine atrophische Makulopathie oder ein zystisches Makulaödem sein. Im Rahmen der Erkrankung entwickelt sich früh ein hinterer schalenförmiger Katarakt.
Es gibt bisher keine Therapie für die Retinopathia pigmentosa. Die Prognose ist unterschiedlich und abhängig vom Vererbungsmodus, insgesamt aber eher ungünstig.
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